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Hoteltipp für die Masuren – Stille Stunden am See

27. Juli 2016

Der Weg ist lang. Doch, das muss man sagen. Weit im Nordosten Polens, kurz vor der russischen Grenze, sollte unser Ziel für ein paar Tage Erholung nach dem vorherigen Stadtaufenthalt in Breslau sein. Hinter Warschau endet die Autobahn und dann zieht es sich ganz schön… Aber dafür erwarteten uns tiefe Wälder, unzählige Seen und bildschöne Alleen – die Masuren. Das im ehemaligen Ostpreußen gelegene Gebiet bildet die größte Seenlandschaft Polens, ist äußerst dünn besiedelt und kann daher noch unberührte Natur bieten, wie man sie in anderen Teilen Europas oft nicht mehr findet. Ich hatte im Jablon Lake Resort in der Nähe der kleinen Stadt Pisz ein Zimmer gebucht. Das Hotel warb mit seinen schönen Bildern für einen erholsamen Aufenthalt und versprach ruhige Urlaubstage inmitten intakter Natur.

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Als wir ankamen – nach einer langen Regenfahrt – strahlte die Sonne, und der große Bootssteg zog uns magisch an. Mit einem kühlen Getränk in der Hand kamen wir rasch wieder zu Kräften und sahen uns erstmal um – es war wunderschön! Das Hotel liegt direkt am See im südlichen Teil der Masuren und mitten im Wald. Dem gesamten Anwesen sah man an, dass es mit Stil und Verstand geführt wird und sich ganz dem Wohl der Gäste widmet. Der aktuelle Betreiber stammt aus der Türkei, lebt mit seiner Familie auf dem Grundstück und erwies sich als sehr freundlicher, gesprächsbereiter Gastgeber.

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Neben dem Hauptgebäude mit den Gästezimmern gibt es ein weiteres Gästehaus und einige Lodges für Familien. Das Restaurant mit dem großen Wintergarten liegt direkt am kleinen Strand und bot uns abends neben wundervollen Sonnenuntergängen auch sehr gutes Essen. Frische Zutaten aus dem eigenen Garten, handgemachte Produkte, Fisch aus dem See und kreative Ideen bei der Zubereitung sorgten für kulinarische Highlights.

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Mehrere, über das gesamte Anwesen verteilte Sitzplätze, Liegeflächen, Hängematten, Bootsstege und kleine Holzhütte mit Loungebereichen sorgten dafür, dass man sich jederzeit zurückziehen und die Ruhe genießen konnte. Unser Lieblingsplatz war schnell gefunden – einer der etwas abgelegeneren Bootsstege, auf dem wir stille Stunden mit einem guten Buch und einer Flasche kühlem Weißwein verbrachten und auf den See schauten.

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Ein Bootsverleih mit Kayaks, Ruder- und Tretbooten, SUP-Boards, Segeljollen und einem kleinen Katamaran ließ keine Langeweile aufkommen. Wir erkundeten den See mit dem Kayak und entdeckten hier das, was wir uns von den Masuren versprochen hatten – idyllische, unberührte Natur, verschlungene Wasserwege, versteckte Buchten und traumhafte Aus- und Einblicke in eine Urwaldlandschaft, die in Europa ihresgleichen sucht.

Eine Urwaldlandschaft, die in Europa ihresgleichen sucht

Ein Radverleih, eine Tennishalle und mehrere Tennisplätze sowie eine Vielzahl an  Wanderwegen fordern vom Urlauber schwierige Entscheidungen – was soll man zuerst tun? Für schlechtes Wetter bietet sich hier auch ein Besuch im Whirlpool oder eine der tollen Massagen (nach Michael fragen!) oder Kosmetikbehandlungen an oder man man zieht sich mit einem Buch oder einem der bereitliegenden Spiele in die gemütlichen Korbsessel des Wintergartens zurück.

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Ein großer Spielplatz und der Hühnerstall werden auch kleine Gäste begeistern, ebenso wie das allabendliche Lagerfeuer vor der Sheesa-Bar, die dann den großen Gästen Freude bereiten könnt mit ihrem guten Wasserpfeifenangebot.

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Unser Zimmer war ausreichend groß und geschmackvoll gestaltet. Kein Luxus, aber sehr sauber und mit kleinen netten Details ausgestattet. Wasserkocher, Tee- und Kaffeezubehör standen bereit und auch die Flasche Wasser auf den Nachttischen fehlte nicht. Frühstück war im Preis inbegriffen und wurde als Büffet angeboten. Hier hatte man die Wahl, ob man im Restaurant, im Wintergarten, auf der Terrasse der gleich auf dem Bootsteg frühstücken wollte – je nach Wetter und Laune. Wenn der Tag so beginnt und abends mit einem dieser spektakulären Sonnenuntergänge endet, kann man hier eigentlich nur zufrieden sein. Wir waren jedenfalls gut erholt, nahmen uns eines der selbstgebackenen Brote (sehr lecker!)  und eine Flasche des „Homemade Lemon Wodka“ mit sowie eine Vielzahl positiver Eindrücke, die wir vor allem diesen schönen, gepflegten Hotel zu verdanken haben. Das Preis-Leistungsverhältnis hat auf jeden Fall gestimmt, das Personal war freundlich und das Resort insgesamt gut durchdacht.

Ein empfehlenswerter Ausgangspunkt für die Entdeckung der Masuren

Wer die Masuren kennenlernen möchte und das Hotel als Ausgangspunkt für Ausflüge in die wunderschöne Umgebung wählt, ist auf jeden Fall damit gut beraten. Die Landschaft ist toll, die Städtchen erstaunlich gut gepflegt und touristisch zunehmend erschlossen. Segler, Wanderer und Naturfreunde werden hier ein Paradies vorfinden, wenn sie sich nicht scheuen, die lange Strecke zurückzulegen. Wir fanden es jedenfalls sehr erholsam dort im „Jablon Lake Resort“ und waren vor allem davon beeindruckt, dass außer uns keine weiteren Deutschen dort waren – das kommt ja schließlich äußerst selten vor… Doch wer weiß, vielleicht ändert sich das bald?!

 

Schönen Urlaub!

 

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